Auritz, obersorbisch , ist ein Dorf in Ostsachsen und seit 1999 ein Ortsteil von Bautzen. Es zählt zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in der Oberlausitz.
Der 1994 gebildete Landkreis Bautzen (obersorbisch Wokrjes Budyšin) war ein Landkreis in Ostsachsen mit Bautzen und Bischofswerda als Großen Kreisstädten. Er grenzte im Westen und Norden an den Landkreis Kamenz, im Osten an den Niederschlesischen Oberlausitzkreis, im Südosten an den Landkreis Löbau-Zittau und im Süden an die Tschechische Republik sowie den Landkreis Sächsische Schweiz. Der Kreis war Mitglied der Euroregion Neiße.
Kleinwelka, obersorbisch , ist seit dem 1. Januar 1999 ein Ortsteil der Stadt Bautzen in Sachsen und war bis dahin eine eigenständige Gemeinde. Ursprünglich gehörten zum Ortsteil auch die Dörfer Großwelka, Lubachau und Kleinseidau, diese zählen jedoch seit 2007 als eigene Ortsteile. Der Ort gehört zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.
Stiebitz, obersorbisch , ist eine Ortschaft mit etwa 500 Einwohnern in Ostsachsen und seit dem 1. Januar 1994 ein Ortsteil der Stadt Bautzen. Der Ortsteil liegt etwa zwei Kilometer westlich des Stadtzentrums, gliedert sich in die alten Dörfer Stiebitz und Rattwitz (Ratarjecy) und gehört zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in der Oberlausitz.
Gesundbrunnen, obersorbisch , ist ein Bautzener Stadtteil und in großen Teilbereichen identisch mit dem Wohngebiet Gesundbrunnen. Dieses entstand als DDR-Plattenbausiedlung zwischen 1975 und 1987 nordöstlich der Bautzener Altstadt.
Die Ostvorstadt, obersorbisch , ist mit etwa 6.000 Einwohnern der nach Bevölkerung drittgrößte Stadtteil von Bautzen. Historisch und gelegentlich noch umgangssprachlich wird der heutige Stadtteil Nordostring östlich der äußeren Stadtmauer als „Ostvorstadt“ bezeichnet. Das Stadtteilgebiet liegt auf den historischen Gemarkungen Bautzen und Strehla.
Oberkaina, obersorbisch , ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit dem 1. Januar 1974 ein Ortsteil von Bautzen. Es liegt im Süden des Stadtgebietes auf 210 m ü. NN an der Bundesstraße 96. Das Wohngebiet östlich der B 96 ist einer der großen Eigenheimstandorte im Bautzener Stadtgebiet. Laut einer im Dezember 2007 veröffentlichten Statistik der Stadt ist Oberkaina der Stadtteil mit der im Durchschnitt jüngsten Bevölkerung. Das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren.
Das Gewandhaus, obersorbisch Kupnica/sukelnica, ist ein historisches Gebäude an der Südseite des Hauptmarkts in Bautzen. Es befindet sich direkt gegenüber dem Bautzener Rathaus. Vor dem Haus steht der Marktbrunnen mit dem Ritter Dutschmann.
Das Stadion Müllerwiese ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage in der sächsischen Stadt Bautzen. Es ist für 5.000 Zuschauer zugelassen und bietet auf der Haupttribüne 500 überdachte Sitzplätze. Es ist momentan die Heimspielstätte des Fußballvereins FSV Budissa Bautzen. In früheren Zeiten war es der Spielort der BSG Motor Bautzen, dem Vorgängerverein von Budissa Bautzen.
Der Matthiasturm, obersorbisch Maćijowa wěža, ist ein Torturm in Bautzen und der Hauptzugang zur Ortenburg.
Das barocke Ensemble der Domstiftsgebäude Bautzen wird verkürzt auch einfach als Domstift bezeichnet; es beherbergte das Domstift Bautzen. Die Domstiftsgebäude bilden eine hufeisenförmige barocke Baugruppe mit Innenhof in Bautzen; sie dienten bis 1980 als Amts- und Wohnsitz des bischöflichen Administrators bzw. des Bischofs des Bistums Meißen. Heute werden die Gebäude als Archiv, Bibliothek und Domschatzkammer des Doms St. Petri in Bautzen genutzt.
Burk, obersorbisch , ist ein Ort in der Oberlausitz und seit 1973 Ortsteil von Bautzen. Das Ortsteilgebiet erstreckt sich am Ostufer der Talsperre Bautzen entlang der Bundesstraße 156 und gehört zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in Ostsachsen. Burk hat etwa 330 Einwohner.
Teichnitz, obersorbisch , ist ein Ort in Ostsachsen und seit 1950 ein Ortsteil von Bautzen. Er besteht aus Teichnitz und Neuteichnitz (Nowa Ćichońca), während Neumalsitz und Oehna seit 2020 als eigene Stadtteile zählen. Teichnitz liegt im Norden des Stadtgebietes und hat 278 Einwohner.
Die Friedensbrücke (obersorbisch Móst měra) in Bautzen ist eine der größeren Steinbogenbrücken in Sachsen und neben der Autobahnbrücke der A 4 sowie der Brücke der Westtangente eine der drei wichtigsten die Spree querenden Verbindungen für den Straßenverkehr der Stadt. Die vier Korbbögen, die auf massiven Pfeilern und Widerlagern aufgesetzt sind, überspannen das tief eingeschnittene und steilwandige Spreetal in einer Höhe von über 20 Meter auf einer Länge von 181 Meter.
Die Innenstadt, obersorbisch , ist ein Stadtteil von Bautzen, der aus der historischen Altstadt und Innenstadt besteht. Er ist die historische Keimzelle der Stadt und Zentrum des städtischen Handels und des kulturellen Lebens der Stadt und hat über 5.000 Einwohner. Weite Teile stehen als Kulturdenkmale unter Denkmalschutz. Zur Innenstadt werden sowohl die historische Altstadt innerhalb der inneren Stadtmauer mit mehrgeschossiger Bebauung überwiegend aus dem 15. bis 18. Jahrhundert gezählt, als auch die sogenannte Innenstadt zwischen innerer und äußerer Stadtmauer.
Niederkaina, obersorbisch , ist ein Dorf in Ostsachsen und seit 1994 Ortsteil von Bautzen. Der Ortsteil besteht aus den Siedlungen Niederkaina und Basankwitz und hat rund 500 Einwohner. Besonders bekannt ist Niederkaina durch das hier gefundene prähistorische Gräberfeld, das der bronze- und eisenzeitlichen Lausitzer Kultur zugeordnet wird. Niederkaina zählt zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.
Das Sorbische Gymnasium Bautzen, obersorbisch , befindet sich in Bautzen an der Friedrich-List-Straße im Stadtteil Nordostring. Es ist das einzige Gymnasium, an dem in obersorbischer Sprache unterrichtet und geprüft wird und somit neben dem Niedersorbischen Gymnasium Cottbus eines der zwei Gymnasien Deutschlands mit sorbischer Unterrichtssprache.
Bautzen, obersorbisch Budyšin , bis 3. Juni 1868 offiziell Budissin (siehe Ortsname), ist eine Große Kreisstadt in Ostsachsen. Die Stadt liegt an der Spree und ist Kreissitz des nach ihr benannten Landkreises Bautzen. Mit rund 38.000 Einwohnern ist Bautzen zugleich die größte Stadt des Kreises und die zweitgrößte der Oberlausitz sowie deren historische Hauptstadt.
Der Betsaal der Herrnhuter Brüdergemeine ist ein Gotteshaus der Herrnhuter Brüdergemeine im Ortsteil Kleinwelka der Stadt Bautzen im Landkreis Bautzen in der sächsischen Oberlausitz. Das Gebäude entstand im Jahr 1758 im Zuge der Anlage der Kolonie Kleinwelka und steht als Einzelbestandteil des Denkmalensembles ebenfalls unter Denkmalschutz.
Die Stadtapotheke Bautzen ist ein historisches Gebäude in Bautzen, das zu den Kulturdenkmälern des Freistaates Sachsen gehört. Es handelt sich um ein Renaissance-Gebäude mit barocker Fassade.
Die Talsperre Bautzen, obersorbisch Budyska rěčna zawěra, befindet sich nördlich von Bautzen in der sächsischen Oberlausitz und wird durch die Spree gespeist. Die Talsperre dient der Brauchwasserversorgung, der Niedrigwasseraufhöhung, dem Hochwasserschutz, vor allem aber der konstanten Wasserversorgung des Kraftwerkes Boxberg über die Spree und darüber hinaus auch der Fischerei und der Freizeiterholung. Sie befindet sich auf dem Territorium des Bautzner Stadtteils Burk.
Die Schlacht bei Bautzen, am Triumphbogen in Paris auch Schlacht bei Wurschen genannt, fand am 20./21. Mai 1813 nahe der Stadt Bautzen im Zuge der Befreiungskriege gegen das napoleonische Frankreich statt.
Der Dom St. Petri zu Bautzen, obersorbisch Tachantska cyrkej swj. Pětra, ist eine der größten Simultankirchen Deutschlands und das höchste Bauwerk in Bautzen. Er zählt zu den wichtigsten Kirchenbauten Sachsens und ist der älteste Kirchenstandort der Oberlausitz. Der Dom befindet sich am Fleischmarkt in der Bautzener Altstadt, gegenüber dem Rathaus.
Der Bahnhof Bautzen (obersorbisch: Dwórnišćo Budyšin) liegt etwa in der Mitte der Bahnstrecke Görlitz–Dresden. Einst zweigten hier auch Linien nach Hoyerswerda über Königswartha und nach Bad Schandau über Großpostwitz, Wilthen und Neustadt (Sachs) ab.
Die Alte Wasserkunst, sorbisch , ist ein Bauwerk in Bautzen, das früher der Wasserversorgung der Stadt diente.
Das Amtsgericht Bautzen (obersorbisch Hamtske sudnistwo Budyšin) ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines der insgesamt 25 Amtsgerichte des Bundeslandes Sachsen.
Das Rathaus von Bautzen (obersorbisch Radnica) befindet sich zwischen Hauptmarkt (im Süden) und Fleischmarkt (im Norden) inmitten der Bautzener Altstadt. Der Bau des ersten festen Ratssitzes an dieser Stelle geht zurück auf einen Erlass des böhmischen Königs Ottokar I. Přemysl, der Bautzen erlaubte, hier „ein sonderlich stattliches steinernes Haus“ zu errichten.
Die Staatliche Studienakademie Bautzen ist einer der Standorte der Dualen Hochschule Sachsen und ging aus einer 1827 gegründeten polytechnischen Bildungseinrichtung hervor. Seitdem wurden hier mehr als 12.000 Absolventen im betriebswirtschaftlichen und technischen Bereich auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet. Besonderes Merkmal der Ausbildung ist das duale Prinzip, das den praktischen Ausbildungsinhalt in die akademische Ausbildung integriert. Wissenschaftlich-theoretische und praktische Lehrinhalte werden inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt. Durch diese Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft können Studierende erworbenes Wissen unmittelbar in der Praxis anwenden.
Bloaschütz, obersorbisch , ist ein Ort im ostsächsischen Landkreis Bautzen und gehört seit 1999 zur Großen Kreisstadt Bautzen. Seit 2007 zählt es offiziell als Stadtteil. Es liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.
Bolbritz, obersorbisch , ist ein Ort im ostsächsischen Landkreis Bautzen und gehört seit 1999 zur Großen Kreisstadt Bautzen. Seit 2007 zählt es offiziell als Stadtteil. Es liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.
Die Neue Wasserkunst, sorbisch Nowa wodarnja, in Bautzen ist ebenso wie die Alte Wasserkunst eine ehemalige Anlage zur Wasserversorgung der Stadt, die auf einem Felsplateau über dem Tal der Spree gelegen ist. Das heute noch erhaltene, 1721 neu errichtete Bauwerk befindet sich im Süden der Altstadt am Aufgang aus dem Spreetal zum Neutor an der Lauenstraße.
Die Maria-und-Martha-Kirche, obersorbisch Cyrkej Marje a Marty, ist eine Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde St. Petri in Bautzen. Sie ist die größte ausschließlich protestantische Kirche der Stadt, da der Dom St. Petri sowohl für evangelische als auch für katholische Gottesdienste genutzt wird. Die Kirche befindet sich außerhalb der äußeren Stadtmauer im Stadterweiterungsgebiet, das zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg entstand.
Die Ortenburg, obersorbisch nur Hród (Burg) in Bautzen liegt etwa 20 Meter hoch auf einem Felssporn über dem östlichen Ufer der Spree. Als „castrum Orthenburg in Budissin“ wurde sie erstmals 1405 erwähnt. Den Namen leitet die Forschung aus der wörtlichen Verbindung mit dem mittelalterlichen Begriff „ort“ oder „ert“ für eine vorgeschobene Lage im Gelände ab. Strategische Bedeutung erhielt sie von den nahen Flussübergängen, die dort, besonders günstig zwischen den südlichen bewaldeten Bergrücken und den nördlichen oft sumpfigen Heidelandschaften gelegen, wichtige Verkehrswege in west-östlicher Richtung bündelten.
Der Reichenturm, obersorbisch Bohata wěža, ist ein Gebäude der ehemaligen Stadtbefestigung von Bautzen. Er befindet sich am östlichen Rand der Altstadt, bildet den Abschluss der Reichenstraße und steht am Kornmarkt, gegenüber der Liebfrauenkirche. Er ist von April bis Oktober geöffnet.
Das Mühltor, sorbisch , ist ein historisches Stadttor in Bautzen und gilt als das kleinste der mittelalterlichen Tore der Stadt. Es stellt den einzigen Zugang zur Stadt von der Westseite dar und wurde nach den Hussitenbelagerungen in den Jahren 1429 und 1431 errichtet. Es war wahrscheinlich als Ausfalltor für künftige Verteidigungen des westlichen Abschnitts der Stadtmauer gedacht.
Döberkitz, obersorbisch , ist ein Ort im ostsächsischen Landkreis Bautzen und gehört seit 1999 zur Großen Kreisstadt Bautzen. Seit 2007 zählt es offiziell als Stadtteil. Es liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.
Der Wendische Turm, sorbisch , ist ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Bautzens. Er befindet sich am nordöstlichen Rand der Altstadt und ist heute baulich mit der Alten Kaserne (Stara kaserna) von Gottfried Semper verbunden. Die Via Regia verlief jahrhundertelang durch das angrenzende, heute nicht mehr vorhandene Wendische Tor.
Die Mühlbastei, sorbisch , ist einer der sieben Basteitürme der Stadtbefestigung von Bautzen. Der viergeschossige Rundturm wurde um 1468 errichtet und erhielt seinen Namen von der später unterhalb des Turmes an der Spree errichteten Ratsmühle.
Das Museum Bautzen (obersorbisch Muzej Budyšin), das zugleich das Regionalmuseum der sächsischen Oberlausitz ist, befindet sich am Kornmarkt und beherbergt heute die umfangreichsten musealen Sammlungen der Stadt Bautzen. Mit mehreren hunderttausend Objekten zählt es zu den größten und bedeutendsten Museen der Oberlausitz. Die Dauerausstellung ist in die drei Themenbereiche Region, Stadt Bautzen und Kunst gegliedert. Insbesondere die ur- und frühgeschichtliche Sammlung, aber auch die Kunstsammlung hat überregionale Bedeutung. Zusätzlich gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen.
Der Saurierpark Kleinwelka ist mit 16 Hektar der größte Saurierpark in Deutschland. Die in ihrer Größe und Art einmalige Anlage liegt zwischen den Bautzener Ortsteilen Kleinwelka und Großwelka. Sie entstand aus dem direkt angrenzenden Sauriergarten Großwelka. In den beiden Anlagen befinden sich über 200 lebensgroße Plastiken von Dinosauriern und anderen urzeitlichen Lebewesen, vor allem Reptilien, Amphibien und Säugetieren aus Ur-, Stein- und Neuzeit.
Der Protschenberg, obersorbisch Hrodźiško, ist die Ortsbezeichnung für einen Teilbereich der Westflanke des in diesem Bereich tief eingeschnittenen Spreetales und des daran angrenzenden Geländes, gegenüber dem Felsplateau mit der Ortenburg am Stadtzentrum von Bautzen. Es handelt sich sowohl hinsichtlich des relativ geringen Höhenunterschieds als auch hinsichtlich der Landform nicht um einen tatsächlichen Berg. Von dieser Flanke des Spreetals gibt es eine gute Aussicht auf die Altstadt von Bautzen. Neben der Ortenburg und verschiedenen Türmen besteht eine Sicht auf den Osterweg, das Salzhaus und das Hofrichterhaus.
Die Gerberbastei, sorbisch , ist ein Teil der historischen Befestigungsanlagen in der Altstadt von Bautzen. Sie sicherte den Abschnitt zwischen Nicolai- und Schülerturm an der Nordseite der Stadt und schützte den Übergang der Via Regia über die Spree und die Wege in die Stadt sowie den Zwinger hinter der inneren Stadtmauer.
Die Michaeliskirche (obersorbisch Michałska cyrkej) in Bautzen befindet sich nahe der Alten Wasserkunst auf dem Südwestbogen des Felsspornes über der Spree, auf dem die Bautzener Altstadt erbaut wurde. Der Platz zwischen der Kirche, der Wasserkunst sowie der Inneren und Äußeren Stadtmauer wird als Wendischer Kirchhof bezeichnet, da die Michaeliskirche seit dem 17. Jahrhundert vorwiegend den evangelischen Sorben des Bautzener Umlandes als Gotteshaus dient.
Großwelka, obersorbisch , ist ein Ort im ostsächsischen Landkreis Bautzen und gehört seit 1999 zur Großen Kreisstadt Bautzen. Seit 2007 zählt es offiziell als Stadtteil. Es liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.
Der Rietschelgiebel ist ein 1840 entstandenes Werk des Bildhauers Ernst Rietschel. Die ursprünglich an der Nordwand des ersten Hoftheaters in Dresden angebrachte Figurengruppe mit dem Titel „Allegorie der Tragödie“ ist heute am Burgtheater auf der Ortenburg in Bautzen zu sehen.
Nordostring, obersorbisch , ist ein Stadtteil von Bautzen, der östlich der Wallanlagen/Wallstraße an die Innenstadt grenzt. Die südliche Grenze bilden die Gleisanlagen des Bautzener Bahnhofs. Im Osten an der Stieberstraße grenzt der Stadtteil an die Ostvorstadt und an der Thomas-Müntzer-Straße an Nadelwitz. Nördlich grenzt das Wohngebiet Gesundbrunnen an.
Löschau, obersorbisch , ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit 1999 der westlichste und einer der kleinsten Ortsteile von Bautzen. Es hat 29 Einwohner und gehört zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in der Oberlausitz.
Das Hexenhäusel (auch Hexenhäuschen oder Hexenhäusl; sorbisch Wjerina chěžka) ist eines der ältesten Wohnhäuser der Stadt Bautzen.
Das Hofrichterhaus (sorbisch Dom dwórskeho sudnika) in Bautzen wurde im Jahr 1649 als Bestandteil der Ortenburg errichtet.
Die Kreissparkasse Bautzen (obersorbisch Wokrjesna nalutowarnja Budyšin) ist eine öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in der sächsischen Stadt Bautzen. Eingetragen ist sie beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HRA-Nr. 3877. Sie ist Mitglied im Ostdeutschen Sparkassenverband und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband angeschlossen. Die Kreissparkasse Bautzen ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Ihr Träger ist der Landkreis Bautzen.
Die Justizvollzugsanstalt Bautzen ist eine Justizvollzugsanstalt (JVA) im sächsischen Bautzen. Sie befindet sich seit 1990 im Gebäude der Haftanstalt Bautzen I, dem sogenannten „Gelben Elend“. Bekanntheit erlangte Bautzen I als „Speziallager Nr. 4“ der Sowjetischen Militäradministration und als Synonym für politische Verfolgung in der DDR. Bautzen I ist eines von zwei historischen Gefängnissen in Bautzen. Das andere ist Bautzen II, dort befindet sich seit 1993 die Gedenkstätte Bautzen zur Erinnerung an die Opfer beider Bautzener Gefängnisse.
Die denkmalgeschützte kursächsische Postmeilensäule Bautzen gehört zu den Postmeilensäulen, die im Auftrag des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen durch den Land- und Grenzkommissar Adam Friedrich Zürner in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Kurfürstentum Sachsen errichtet worden sind. Es handelt sich um eine unvollständige Ganzmeilensäule. Sie befindet sich an der Ecke Kornmarkt/Rosenstraße, unweit vom Reichenturm in der Kreisstadt Bautzen.
Die Kirche Unserer Lieben Frau (im Allgemeinen als Liebfrauenkirche bezeichnet; sorbisch Cyrkej našeje lubeje knjenje oder Serbska cyrkej) in Bautzen ist eine katholische Kirche, die zu großen Teilen von sorbischsprachigen Gemeindemitgliedern genutzt wird und zur Dompfarrgemeinde St. Petri gehört. Sie befindet sich außerhalb der ehemaligen inneren Stadtmauer, östlich des Reichenturmes auf dem historischen Salzmarkt.
Die Taucherkirche, obersorbisch Tuchorska cyrkej, ist eines der sieben historischen Kirchgebäude in Bautzen. Der Name leitet sich vom etwa 15 km westlich der Stadt befindlichen Taucherwald bei Uhyst ab.
Der Lauenturm, sorbisch , ist ein Teil der Stadtbefestigung der Stadt Bautzen. Er befindet sich am südlichen Rand der Altstadt, auf der westlichen Seite der Inneren Lauenstraße, die von der Friedensbrücke zum Rathaus führt. Der Turm erhielt seinen Namen vom Wappentier des Königreiches Böhmen, einem Löwen (von Leu = Löwe). Wenn man Bautzen in Richtung Böhmen verließ, musste man das Lauentor durchqueren.
Lubachau, obersorbisch , ist ein Ort im südöstlichen Teil des Landkreises Bautzen in Ostsachsen und gehört seit 1999 zu Bautzen. Der Ort liegt in der Oberlausitz und zählt zum Siedlungsgebiet der Sorben. Seit 2007 ist er ein Bautzener Ortsteil, vorher war Lubachau Kleinwelka zugeordnet.
Die Mönchsbastei, sorbisch , ist einer der sieben Basteitürme der Stadtbefestigung von Bautzen. Sie wurde um 1324 als rechteckiger Turm errichtet.
Die Mönchskirche, sorbisch Mniša cyrkej, ist eine heute nur noch als Ruine erhaltene ehemalige Klosterkirche der Franziskaner in der Altstadt von Bautzen.
Nadelwitz, obersorbisch , ist ein Ort in Ostsachsen und seit 1994 Ortsteil von Bautzen. Es liegt im Osten des Stadtgebietes auf 200 m ü. NN nördlich der B 6 und südöstlich der B 156. Zum Ortsteil gehören das Dorf Nadelwitz und seine historische Gemarkung sowie einige Wohnsiedlungen, größere Acker- und Waldflächen sowie das Gewerbegebiet Niederkainaer Straße. Nadelwitz hat 278 Einwohner. Laut einer im Dezember 2007 veröffentlichten Statistik der Stadt ist Nadelwitz der Stadtteil mit der im Durchschnitt ältesten Bevölkerung. Das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren.
Der Nicolaiturm, sorbisch , ist ein Torturm und Teil der nördlichen Stadtbefestigung der Stadt Bautzen. Er liegt direkt am Nicolaifriedhof mit seiner Nicolaikirchenruine.
Das Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen (Kurzbezeichnung: PMG Bautzen) in Bautzen ist ein Gymnasium. Benannt ist es nach dem Philologen, Philosophen, Humanisten, Theologen, Lehrbuchautor und neulateinischen Dichter Philipp Melanchthon (1497–1560).
Salzenforst, obersorbisch , ist ein Ort im ostsächsischen Landkreis Bautzen und gehört seit 1999 zur Großen Kreisstadt Bautzen. Seit 2007 zählt es offiziell als Stadtteil. Es liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.
Das Schiller-Gymnasium in Bautzen ist ein Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Charakter. Benannt ist es nach dem Schriftsteller, Philosophen und Historiker Friedrich Schiller.
Der Schülerturm, sorbisch , oder das Schülertor in Bautzen ist ein Torturm am nördlichen Rand der Bautzener Altstadt. Er steht unter Denkmalschutz.
Das Sorbische Museum, obersorbisch , befindet sich im Salzhaus auf der Ortenburg in Bautzen. Mit circa 23.000 inventarisierten Positionen ist es die bedeutendste museale Einrichtung zur Kultur und Geschichte der Sorben.
Die Sankt-Nikolai-Kirche, obersorbisch Mikławska cyrkej, in Bautzen ist heute im Wesentlichen eine Ruine eines sakralen Gebäudes vor dem historischen Nikolaitor der Stadt. Sie wurde am Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut. In die Kirchenruine ist eine kleine Kapelle integriert.
Die Südvorstadt, obersorbisch , ist ein Stadtteil von Bautzen und befindet sich zwischen der Innenstadt im Norden und Oberkaina im Süden. Sie hat etwa 1.700 Einwohner und befindet sich größtenteils auf der historischen Gemarkung Bautzen, mit Ausnahme der Eisenbahnersiedlung Am Albrechtsbach (Gem. Strehla) und einem kleinen Geländestück entlang der Wilthener Straße (Gem. Oberkaina).
Die Westvorstadt, obersorbisch , ist ein Bautzener Stadtteil mit etwa 3.400 Einwohnern und erstreckt sich am westlichen Ufer der Spree. Der kompakt bebaute Bereich westlich der Friedensbrücke wird oft als Bautzener Neustadt bezeichnet. Zu dem Stadtteil gehören aber außerdem noch das alte Dorf Seidau, auf dessen historischer Gemarkung der Stadtteil zum großen Teil liegt, die Herrenteichsiedlung und ausgedehnte Naturbereiche am Humboldthain.
Der Domowina-Verlag, sorbisch , ist ein Verlag in Deutschland, in dem sorbische Bücher, Zeitschriften und Zeitungen sowie deutschsprachige Bücher über sorbische Themen erscheinen. Trotz des gleichen Namens ist der Verlag organisatorisch vom sorbischen Dachverband Domowina unabhängig. Er wird über die Stiftung für das sorbische Volk gefördert und betreibt die Smoler’sche Verlagsbuchhandlung auf der Tuchmacherstraße in Bautzen.
Das Haus der Sorben, obersorbisch Serbski dom, ist ein Verwaltungsgebäude am Postplatz 2 in der ostsächsischen Stadt Bautzen, dem kulturellen und politischen Zentrum der Sorben in der Oberlausitz. Das 1947 bis 1956 errichtete Gebäude ist Sitz der Domowina und der Stiftung für das sorbische Volk sowie weiterer sorbischer Institutionen.
Die Hammermühle Bautzen wurde 1493 von der Stadt Bautzen an der Spree als Drahtmühle erbaut, das heißt zur Herstellung von Draht über Drahtziehbänke. Im Jahr 1740 wurde die Mühle um ein Eisenhammerwerk erweitert. Heute liegt sie nördlich der Altstadt an der Grenze zum Stadtteil Seidau und ist gleichzeitig Mahl-, Öl- und Senfmühle.
Oberuhna, obersorbisch , ist ein Dorf im ostsächsischen Landkreis Bautzen und gehört seit 1999 zur Großen Kreisstadt Bautzen. Seit 2007 zählt es offiziell als Stadtteil. Das benachbarte Niederuhna (Delni Wunjow) gehörte bis 2020 offiziell ebenfalls zum Stadtteil. Oberuhna liegt in der Oberlausitz und befindet sich im Siedlungsgebiet der Sorben.
Temritz, obersorbisch , ist ein Dorf in der Oberlausitz und gehört seit 1999 zur Stadt Bautzen. Es hat 67 Einwohner und gilt seit 2007 als separater Ortsteil. Temritz gehört zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.
Das Bildungsgut Schmochtitz Sankt Benno (obersorbisch Smochčanske kubłanišćo swjateho Bena; bis 2020 Bischof-Benno-Haus, Dom biskopa Bena) ist eine aus dem ehemaligen Gut Schmochtitz hervorgegangene Anlage des Bistums Dresden-Meißen, die vornehmlich als katholische Bildungs- und Tagungseinrichtung bzw. als Veranstaltungsort und Herberge genutzt wird.
Die Gedenkstätte Bautzen, obersorbisch Wopomnišćo Budyšin, ist ein Ort des Gedenkens an die Opfer der beiden Gefängnisse Bautzen I und Bautzen II. Sie befindet sich seit 1993 im Gebäude der ehemaligen Sonderhaftanstalt Bautzen II („Stasi-Knast“), im Bautzener Stadtteil Nordostring. Die Gedenkstätte ist Arbeitsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft.
Die Haftanstalt Bautzen II war ein Gefängnis in Bautzen, das von 1906 bis 1992 im heutigen Bautzener Stadtteil Nordostring existierte.
Die Oberlausitz-Kliniken sind ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden des Landkreises Bautzen mit den Standorten Bautzen und Bischofswerda.
Der Jüdische Friedhof Bautzen ist ein Friedhof in der Stadt Bautzen im gleichnamigen Landkreis in Sachsen.
Das Kornmarkt-Center ist das größte Einkaufszentrum der Oberlausitz. Es wurde am 20. September 2000 auf dem namengebenden Kornmarkt in der Bautzener Altstadt eröffnet.