Sylt (dänisch Sild, nordfriesisch Söl) ist die größte nordfriesische Insel. Sie erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung vor der Nordseeküste Schleswig-Holsteins und Dänemarks. Bekannt ist die nördlichste deutsche Insel vor allem durch ihre Kurorte Westerland, Kampen und Wenningstedt, für verbreitetes Nacktbaden und durch den circa 40 Kilometer langen Weststrand.
Morsum (nordfriesisch Muasem) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Nordseeinsel Sylt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Er liegt im Osten der Insel in einer Heidelandschaft. Zu beiden Seiten des Ortes liegt der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Bei Morsum beginnt der Hindenburgdamm, der die Insel Sylt mit dem Festland verbindet.
Tinnum (nordfriesisch: Tinem, dänisch: Tinnum) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt mit ca. 2660 Einwohnern. Die Gemarkung hat eine Fläche von 9,11 km².
Archsum (dänisch: Arksum, nordfriesisch: Ārichsem) ist ein Dorf auf der Nordseeinsel Sylt. Archsum war bis 1970 selbständige Gemeinde und nach ihrer Eingemeindung Teil der bis 2008 bestehenden Gemeinde Sylt-Ost, die am 1. Januar 2009 ihrerseits in der neu gebildeten Gemeinde Sylt aufging. Archsum liegt rund sechs Kilometer südöstlich von Westerland zwischen den Dörfern Morsum und Keitum und wird vom Amt Landschaft Sylt verwaltet. Auf einer Fläche von 679 Hektar leben rund 300 Einwohner (Stand: 2001). Im Norden verläuft die Marschbahn Elmshorn – Westerland.
Munkmarsch (dänisch: Munkmarsk, nordfriesisch: Munkmērsk) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Insel Sylt. Der Ort liegt am Wattenmeer östlich des Geländes des Flughafens Sylt, südlich von Braderup und nördlich von Keitum. In der Einwohnerzahl von 87 im Jahr 2002 sind die zahlreichen Zweitwohnungsbesitzer nicht eingerechnet.
Der Denghoog („Thinghügel“), nördlich der Kapelle von Wenningstedt auf Sylt gelegen, ist ein Großsteingrab, nach dem die jungsteinzeitliche Denghoog-Stufe benannt wurde. Das begehbare Ganggrab liegt unter einem 3,2 Meter hohen Hügel. Bau und Nutzung fallen, gemäß der ausgegrabenen Keramik und der gefundenen Steinbeile der Trichterbecherkultur (TBK) in die Stufen Mittelneolithikum Ib bis V der norddeutsch-südskandinavischen Chronologie. Das entspricht dem Zeitraum zwischen 3200 und 2800 v. Chr.
Der Flughafen Sylt (IATA-Code: GWT, ICAO-Code: EDXW) ist der Verkehrsflughafen der deutschen Nordseeinsel Sylt. Er liegt zwei Kilometer östlich des Zentrums des Hauptortes Westerland auf dem Gebiet der Gemeinde Sylt, Ortsteil Tinnum, auf 8 Metern ü. NN.
Keitum (dänisch: Kejtum, nordfriesisch: Kairem) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der gleichnamigen Insel im Kreis Nordfriesland.
Wenningstedt-Braderup (Sylt) (nordfriesisch Woningstair-Brēderep (Söl), dänisch Venningsted-Brarup (Sild)) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.
Sylt (dänisch Sild kommune) ist eine Gemeinde mit 14.167 Einwohnern (31. Dezember 2024) auf der gleichnamigen Nordseeinsel im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Sie entstand am 1. Januar 2009 aus dem Zusammenschluss der Stadt Westerland mit den Gemeinden Sylt-Ost und Rantum. Die Gemeinde liegt im Zentrum der Insel. Sie umfasst knapp 60 Prozent der Inselfläche und 70 Prozent ihrer Einwohner.
Rantum (nordfriesisch Raantem) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Insel Sylt, südlich von Westerland im Kreis Nordfriesland. Die Gemarkung Rantum, die etwa der bis Ende 2008 bestehenden Gemeinde Rantum entspricht, nimmt den südlichen Teil des Gemeindegebiets der Gemeinde Sylt ein.
List auf Sylt (bis zum 31. Dezember 2008 List, nordfriesisch List üp Söl, dänisch List på Sild) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Das Seebad liegt im Norden der Insel Sylt und ist die nördlichste Gemeinde Deutschlands sowie daher Mitglied im Zipfelbund. Möwenberg, Mellhörn, Süderheidetal, Westerheide und Klappholttal liegen im Gemeindegebiet.
Kampen (Sylt) (nordfriesisch Kaamp (Söl), dänisch Kampen (Sild)) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.
Hörnum (Sylt) (nordfriesisch Hörnem (Söl), dänisch Hørnum (Sild)) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Sie liegt an der Spitze des südlichen Nehrungshakens der Insel Sylt. Die Gemeinde Hörnum gehört dem Amt Landschaft Sylt an. Hörnum Odde liegt im Gemeindegebiet.
Das Rote Kliff ist eine ca. 30 Meter hohe Steilküste zwischen den Orten Wenningstedt und Kampen auf der Nordseeinsel Sylt. Es befindet sich auf der zur offenen See gelegenen Westseite der Insel. Im Süden beginnt es südlich des Parkplatzes „Risgap“ in Wenningstedt und im Norden endet es in Höhe „Haus Kliffende“ an der Kampener Westheide. Etwas nördlich liegt die höchste Erhebung der Insel, die etwa 52,5 m hohe Uwe-Düne, die im Gegensatz zur eiszeitlich entstandenen Abbruchkante des Kliffs aus postglazialer Ablagerung von Dünensand entstanden ist.
Der Bahnhof Westerland (Sylt) (friesisch Weesterlön/Söl) ist das Zentrum des Bahnverkehrs auf der Insel Sylt. Er ist der Endbahnhof der Marschbahn. Der Kopfbahnhof liegt am östlichen Rand der Innenstadt von Westerland, heute Ortsteil der Gemeinde Sylt. Bahnhofsgebäude und ein Stellwerk stehen unter Denkmalschutz.
Die Megalithanlage Harhoog in Keitum auf Sylt hat ein rechteckiges Hünenbett in ostwestlicher Richtung mit einem „erweiterten Dolmen“ oder Rechteckdolmen, als Parallel- oder Längslieger mit halbhohem Eintrittsstein als Zugang. Es liegt am Rande des Watts, es befindet sich aber nicht mehr am Originalstandort.
Der Leuchtturm Kampen (auch Leuchtturm Rotes Kliff, Rote Kliff, oder Langer Christian) steht bei Kampen auf dem Geestkern der Insel Sylt. Der weiße Turm trägt ein schwarzes Band.
Das Ganggrab bei Kampen ist ein jungsteinzeitliches Hünengrab / Großsteingrab in der Gemeinde Kampen (Sylt) im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Im „Atlas der Megalithgräber Deutschlands“ von Ernst Sprockhoff wird das Ganggrab als Sprockhoff-Nr. „1“ geführt. Die Megalithanlage der Trichterbecherkultur (TBK) entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. und wurde 1915 von R. Knorr wissenschaftlich untersucht. Das Ganggrab ist eine Bauform jungsteinzeitlicher Megalithanlagen, die aus einer Kammer und einem baulich abgesetzten, lateralen Gang besteht. Diese Form ist primär in Dänemark, Deutschland und Skandinavien, sowie vereinzelt in Frankreich und den Niederlanden zu finden.
Die Kirche St. Severin ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Keitum auf Sylt. Sie erhielt ihren Namen nach Severin von Köln, einem Bischof aus dem 4. Jahrhundert. Die 33 m hohe Kirche steht abseits des Ortes auf der höchsten Erhebung des Sylter Geestkerns. An dieser Stelle befand sich in vorchristlicher Zeit ein Freya geweihtes Heiligtum. 1240 ist die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Amtliche Untersuchungen der Denkmalpflege haben ergeben, dass die Errichtung des Dachstuhles der Kirche auf das Jahr 1216 datiert werden kann.
Der Merelmerskhoog ist ein gut erhaltenes nordisches Ganggrab. Es befindet sich südwestlich von Archsum auf der Insel Sylt und gehört zum Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Dort liegt es im Rest eines Rundhügels von etwa 15 m Durchmesser, direkt im inneren Wallfuß des Nössedeich. Die Sylter nennen diese Stelle auf Sylter Friesisch Mootjis Küül, "Großmutters Kuhle". Das Grab wurde 1877 von Gottfried Heinrich Handelmann (1827–1891) ausgegraben und untersucht.
Der Bahnwasserturm von Westerland ist ein ehemaliger Wasserturm auf der Insel Sylt, der heute als Wohnhaus genutzt wird. Er steht auf dem ehemaligen Bahngelände am Industrieweg 14.
Die Rantumer Dünen/Sylt sind ein Naturschutzgebiet in den schleswig-holsteinischen Gemeinden Sylt und Hörnum (Sylt) im Kreis Nordfriesland.
Die Braderuper Heide/Sylt ist ein Naturschutzgebiet in den schleswig-holsteinischen Gemeinden Kampen und Wenningstedt-Braderup auf der Insel Sylt im Kreis Nordfriesland.
Nord-Sylt ist ein Naturschutzgebiet in den schleswig-holsteinischen Gemeinden List auf Sylt und Kampen (Sylt) im Kreis Nordfriesland.
Das Rantumbecken ist ein Naturschutzgebiet (ein Brackwassersee) etwa in der Mitte der Insel Sylt südlich der Orte Westerland und Tinnum. Es ist nach dem Ort Rantum benannt. Betreut wird dieses Schutzgebiet vom Verein Jordsand.
Die Baggerkuhle ist ein ca. 10 ha großer See auf der Insel Sylt im Nordfriesland im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein südlich des Ortes Tinnum. Er liegt an der Nordseite des Rantumbeckens.
Der weiße Leuchtturm List West liegt auf der Sylter Halbinsel Ellenbogen. Er wurde vom Königreich Dänemark erbaut und ist nicht nur der nördlichste Leuchtturm, sondern auch das nördlichste Gebäude Deutschlands. Außerdem ist er der älteste Leuchtturm an der Westküste Schleswig-Holsteins und der erste aus Gusseisen hergestellte Leuchtturm in Deutschland.
Die Kirche St. Martin ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Morsum auf Sylt. Sie erhielt ihren Namen nach dem heiligen Martin von Tours. Die Kirche steht etwas abseits des Ortes auf einer flachen Hügelkuppe in den Marschwiesen. Im Grundaufbau ähnelt sie der Keitumer Kirche mit eingezogenem Chor und halbrunder Apsis. St. Martin ist jedoch deutlich kleiner und turmlos geblieben. Wie die Keitumer Kirche wurde sie 1240 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Nössedeich ist ein 13 Kilometer langer Seedeich an der Südostküste der Nordseeinsel Sylt. Der Deich wurde in den Jahren 1936/37 zusammen mit der Eindeichung des Rantumbeckens durch die Abteilung 1/77 „Matthias Claudius“ des Reichsarbeitsdienst errichtet, die ihre Lager in Tinnum und Morsum hatte. Er verhindert seitdem eine Überschwemmung der Wiesen und Siedlungen auf der südlichen Nössehalbinsel. Der Deich erstreckt sich in ost-westlicher Richtung von der Ostspitze der Insel, östlich von Morsum bis hin zum Deich des Rantumbecken südlich von Tinnum.
Haus Kliffende ist ein Wohnhaus in Kampen auf der Insel Sylt. Es markiert das Ende des Roten Kliffs und war lange durch seine Lage nahe der Abbruchkante vom Untergang bedroht.
Die Stadtkirche St. Nicolai ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Westerland auf Sylt. Sie liegt an der St.-Nicolai-Straße, zwischen den Straßen Maybachstraße und Trift.
Der Leuchtturm Hörnum ist ein Leuchtturm auf einer 16 Meter hohen Düne bei Hörnum im Süden der Insel Sylt. Der rote Turm trägt ein weißes Band und zwei Galerien.
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Die Sansibar ist ein bekanntes Restaurant auf Sylt. Es verfügt über 160 Innenplätze im Restaurant und 250 Außenplätze auf der Terrasse und in den Dünen. Im Weinkeller, einem Gewölbe unter der Holzhütte der Sansibar lagern 30.000 Flaschen, verteilt auf 1100 Positionen.
Im Ortsteil Morsum der Gemeinde Sylt auf Sylt betreibt der NDR eine Sendeanlage für den Radioempfang auf UKW. Als Antennenträger wird ein 80 Meter hoher freistehender Stahlfachwerkturm verwendet, der im Jahr 1991 errichtet wurde. Dieser ersetzte einen alten Stahlgittermast von geringerer Höhe. Der Standort des Senders befindet sich ca. 200 Meter nordwestlich der Ostspitze der Insel Sylt, nördlich der Eisenbahntrasse der Marschbahn im Naturschutzgebiet „Nösse“. Von hier ausgestrahlte Programme können aufgrund der geografischen Lage und der Sendeleistung nicht nur auf der Insel Sylt, sondern auch auf dem benachbarten deutschen und dänischen Festland, sowie auf den Nachbarinseln Amrum, Föhr und Rømø sowie den Halligen empfangen werden.
Der Westerländer Roland ist eine Skulptur auf der Insel Sylt. Er wurde 1917 bis 1918 aus Findlingen erbaut und ursprünglich als Brunnenfigur gestaltet. Er ist daher nicht zu den historischen Rolandfiguren zu zählen. Die Statue war ein Geschenk der im Ersten Weltkrieg auf Sylt stationierten Soldaten an die Stadt Westerland.
Die Kampener Vogelkoje auf Sylt ist ein Naturschutzgebiet in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Kampen (Sylt) im Kreis Nordfriesland. Das rund 10 Hektar große Naturschutzgebiet ist unter der Nummer 9 in das Verzeichnis der Naturschutzgebiete des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MLUR) des Landes Schleswig-Holstein eingetragen. Es wurde 1935 ausgewiesen (Datum der Verordnung: 18. März 1935). Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Nordfriesland.
Nielönn/Sylt ist ein Naturschutzgebiet in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Kampen (Sylt) im Kreis Nordfriesland.
Baakdeel-Rantum/Sylt ist ein Naturschutzgebiet in den schleswig-holsteinischen Gemeinde Sylt im Kreis Nordfriesland.
Staldkirken (deutsch: Stallkirche) ist ein Kirchengebäude der evangelischen Dänischen Kirche in Südschleswig (dänisch Dansk Kirke i Sydslesvig) auf der Insel Sylt (dän. Sild). Kirche und Pastorat sind in einem Friesenhof von 1780 unweit des Stadtzentrums von Westerland eingerichtet.
Die Kirche St. Niels, auch Dorfkirche genannt, ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Westerland auf Sylt. Sie wurde 1634 anstelle der Kirche des bereits 200 Jahre zuvor aufgegebenen Dorfs Eidum erbaut und 1637 geweiht, womit sie das älteste Gebäude Westerlands ist. Der Kirchturm wurde im Jahr 1875 errichtet. Der Name der Kirche ist eine Kurzform von Nikolaus.
Der Friedhof der Heimatlosen in Westerland auf Sylt, auch als „Heimatstätte für Heimatlose“ bezeichnet, wurde 1854 vom Strandvogt Wulf Hansen Decker angelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden an den Strand gespülte unbekannte Leichen einfach sich selbst überlassen. Meist handelte es sich um über Bord gegangene und ertrunkene Seeleute. Ein Chronist zählte für den Zeitraum von 1600 bis 1870 418 Tote an Sylts Stränden.
Die katholische Filialkirche St. Raphael ist ein Kirchengebäude in List auf Sylt, einer Gemeinde im Kreis Nordfriesland (Schleswig-Holstein). Sie ist das am nördlichsten gelegene katholische Gotteshaus in Deutschland und gehört zur Inselpfarrei St. Christophorus in Westerland. Die Gemeinde gehört zum Erzbistum Hamburg. Sie war ursprünglich als Gotteshaus für die auf Sylt stationierten Marineangehörigen, die allerdings 2006 abgezogen wurden, gedacht.
Das Altfriesische Haus seit 1640 ist ein ehemaliges Wohnhaus im Ortsteil Keitum auf der Insel Sylt, das als Museum genutzt wird. Es liegt direkt am Wattenmeer nördlich des Hindenburgdammes.
Der Tipkenhoog ist ein Grabhügel, der sich in unmittelbarer Nähe des Harhoogs in Keitum auf Sylt befindet.
Die Friesenkapelle ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Wenningstedt-Braderup auf Sylt. Zur Kirchengemeinde Norddörfer zählt auch Kampen, das vor 1864, als List zu den königlich-dänischen Enklaven gehörte, das nördlichste herzoglich-schleswigsche Dorf auf Sylt war.