Boppard Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Boppard und befindet sich am Rand der Innenstadt unweit des Rheins. Als Trennungsbahnhof liegt er zum einen an der linken Rheinstrecke von Köln nach Mainz, zum anderen ist er Ausgangspunkt der Hunsrückbahn nach Emmelshausen. Er besitzt drei Bahnsteiggleise. Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude aus dem Jahr 1859 wurde im Jahr 1989 abgebrochen.
Die Kurfürstliche Burg, auch Alte Burg genannt, ist eine hochmittelalterliche Burg in Boppard in Rheinland-Pfalz und gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigung von Boppard. Sie war eine Niederungs- und Wasserburg. Nach der Verpfändung von Boppard an das Kurfürstentum Trier ging sie in den Besitz von Balduin von Luxemburg über. Nach ihm wird die Burg auch Balduinsburg genannt. Ursprünglich ging die Geschichtsschreibung davon aus, dass erst Balduin von Luxemburg mit dem Bau der Burg begonnen habe. Bis ins 17. Jahrhundert wurde die Burg von den Trierer Kurfürsten zu einer Vierflügelanlage ausgebaut.
Die ehemalige Reichsstadt Boppard (lateinisch Baudobriga) ist eine verbandsfreie Stadt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und geprägt vom Weinbau. Sie wurde am 31. Dezember 1975 neu gebildet, Angaben von vor 1976 beziehen sich in diesem Artikel nur auf den heutigen Ortsbezirk Boppard, der der größte der zehn Ortsbezirke der Stadt Boppard ist.
Bad Salzig ist einer von zehn Ortsbezirken der linksrheinischen Stadt Boppard. Auf der rechten Rheinseite gegenüber ragen die Feindlichen Brüder Burg Liebenstein und Burg Sterrenberg hoch über den Rhein. Bis zum 31. Dezember 1975 war Bad Salzig eine eigenständige Gemeinde.
Die Kirche Sankt Aegidius in Bad Salzig, einem Ortsbezirk von Boppard, ist die Pfarrkirche der katholischen Pfarrei Sankt Aegidius. Die Kirche beziehungsweise die Pfarrei ist nach dem heiligen Aegidius benannt. Am Ort der heutigen Kirche stand schon im 13. Jahrhundert eine Kapelle, die heutige Pfarrkirche wurde 1904 geweiht.
Die Fleckertshöhe ist ein 529,8 m ü. NHN hoher Berg im vorderen Hunsrück. Südwestlich des Berges befindet sich seit 1844 ein gleichnamiger Luftkurort, der heute zum Ortsbezirk Weiler der Stadt Boppard gehört. Der Berg und der kleine Ort liegen am Rand des Welterbes Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal. Die A 61 ist nur 500 m entfernt, und es existiert ein Bahnhaltepunkt an der Hunsrückbahn. Auf dem Berg befindet sich der 121 Meter hohe Sender Boppard-Fleckertshöhe.
Der Jakobsbergerhof ist ein ehemaliges Klostergut auf dem Jakobsberg, einer Rheinhöhe nordöstlich von Boppard oberhalb der Rebhänge des Bopparder Hamm. Im 21. Jahrhundert ist er ein Hotel mit Golfplatz.
Die Kriegsgräberstätte Pfaffenheck ist eine Gräberanlage für Opfer des Zweiten Weltkrieges, die zwischen dem 14. und 17. März 1945 in der Umgebung von Pfaffenheck zu Tode gekommen waren. Trotz der geographischen Nähe zu Pfaffenheck befindet sich der Friedhof heute in der Gemarkung der Stadt Boppard.
Das Kant-Gymnasium Boppard ist das einzige Gymnasium in Boppard mit einem weiten Einzugsbereich in der Region und einer langen Tradition. Es wurde 1764 von den Franziskanern als Lateinschule gegründet, 1765 als öffentliche Schule genehmigt und ist seit 1904 ein Vollgymnasium. Die Schule ist heute (2016) dreizügig, hat etwa 580 Schüler, die von etwa 60 Lehrkräften unterrichtet werden. Weiterhin ist das Kant-Gymnasium eine der Ausbildungsschulen für Referendare des Studienseminars Koblenz. Der Altbau des Gebäudes steht unter Denkmalschutz.
Die Karmeliterkirche in Boppard ist eine um 1300 errichtete Klosterkirche, die zum benachbarten Karmeliterkloster von Boppard gehörte, das die drittälteste Ordensniederlassung der Karmeliten in Deutschland war. Zwischen 1439 und 1444 wurde die Kirche nach Norden hin um ein Seitenschiff erweitert. Dieses erhielt eine Fensterverglasung, die heute unter anderem in Museen in den USA und Europa ausgestellt wird. Heute gehört die Klosterkirche zur örtlichen Pfarrei St. Severus und wird von dieser für Gottesdienste genutzt.
Das Kastell Boppard (lateinisch Bodobrica, auch: Bodobriga, Baudobriga oder Baudobrica) war ein spätrömisches Militärlager an der Rheintalstraße, dessen Besatzung für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben an der „nassen“ Grenze (ripae) des Rheins zuständig war. Die Anlage liegt heute im Zentrum von Boppard, einer Stadt im Rhein-Hunsrück-Kreis, Bundesrepublik Deutschland. Die Reste der antiken Umwehrung sind durch ihren außergewöhnlich guten Erhaltungszustand für die wissenschaftliche Forschung von besonderem Interesse.
Das Kloster Marienberg in Boppard ist ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster. Es wurde im 12. Jahrhundert gegründet und der Benediktinerabtei St. Matthias unterstellt. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts, in Folge einer Reform der Regeln zum Leben im Kloster, stand Marienberg eine eigene Äbtissin vor. Deshalb wird das Klostergebäude heute auch Benediktinerinnenabtei Marienberg genannt. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1738 wurde es im Barockstil neu aufgebaut. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgelöst und in eine Kaltwasseranstalt umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es bis ins Jahr 1981 von den Ursulinen wieder als Kloster und als Schule verwendet. Seitdem stand das Kloster hauptsächlich leer.
Das Schloss Schöneck steht auf einem Felsen in der Ehrbachklamm auf dem Stadtgebiet von Boppard (Gemarkung Herschwiesen) im Hunsrück.
Die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Hirzenach, einem Ortsbezirk der Stadt Boppard. Sie war einmal die Propsteikirche St. Maria und Johannes Evangelist der ehemaligen Propstei Hirzenach.
Der Krankenhausstandort Hospital zum Heiligen Geist (früher Gesundheitszentrum zum Heiligen Geist) in Boppard wird von der Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH betrieben, außerdem werden die zwei Bopparder Senioreneinrichtungen Wohnstift zum Heiligen Geist Belgrano (Seniorenheim) und Wohnstift zum Heiligen Geist (betreutes Wohnen und Kurzzeitpflege) von deren Tochtergesellschaft Seniocura GmbH betrieben. Das Hospital zum Heiligen Geist und der Wohnstift zum Heiligen Geist befinden sich in der Bopparder Innenstadt und sind räumlich miteinander verbunden. Teile der vom Wohnstift genutzten Gebäudeflügel, sowie das Hospitaltor, stehen unter Denkmalschutz. Der Wohnstift zum Heiligen Geist Belgrano hingegen befindet sich in einem Neubau im ehemaligen Park der Villa Belgrano. Am Standort Boppard arbeiten rund 240 Mitarbeiter und versorgen jährlich rund 3.500 stationäre (inkl. teilstationäre) und 7.200 ambulante Patienten (inkl. ambulante OP).
Herschwiesen ist ein Ortsbezirk der Stadt Boppard. Der Ort liegt auf den Hunsrückhöhen zwischen Rhein und Mosel. Als Ortsteil umfasst Herschwiesen noch den Ort Windhausen.
Das Gebäude Rheinallee 22, auch Alumnat St. Michael genannt, ist ein ehemaliges Alumnat in Boppard, das in Zusammenhang mit dem Einrichten eines Vollgymnasiums im Jahr 1904 eröffnet wurde. Seit Ende der 1980er-Jahre dient es der Pfarrei St. Severus als Jugend- und Gemeindezentrum.
Das Karmeliterkloster in Boppard ist ein ehemaliges Klostergebäude aus dem 18. Jahrhundert. Ein Vorläufer dieses Klostergebäudes wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Das Bopparder Karmeliterkloster ist somit die drittälteste Ordensniederlassung der Karmeliten in Deutschland. Das denkmalgeschützte Gebäude wird seit 1976 von der Stadtverwaltung Boppard genutzt, steht zurzeit aufgrund einer laufenden Sanierung allerdings leer.
Die Villa Brosius ist ein denkmalgeschütztes Gebäude im Bopparder Stadtteil Hirzenach. Sie wird heute zu Wohnzwecken genutzt, war aber im Mittelalter eine Kirche. Ihren Namen hat sie von einem ehemaligen Bewohner, dem Hirzenacher Pfarrer Wilhelm Brosius. Der ehemalige Kirchenbau gehört zu den ältesten erhaltenen seiner Art am Mittelrhein.
Die Christuskirche ist eine im 19. Jahrhundert erbaute evangelische Kirche in Boppard. Sie ist der erste evangelische Kirchenneubau in Boppard und wurde 1851 vollendet. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Koblenz der Evangelischen Kirche im Rheinland.